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Göpfert KfzRechnungs- & Kostenprüfung

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E-Auto-Inspektion: Was wird gemacht – und was gehört nicht auf die Rechnung?

Welche Arbeiten gehören zur Inspektion eines Elektroautos, wie oft ist sie fällig und welche Positionen auf der Rechnung sind verdächtig?

Von Markus Göpfert, Kfz-MeisterVeröffentlicht:

Elektroautos gelten als wartungsarm – und das stimmt auch. Trotzdem fallen manche Inspektionsrechnungen überraschend hoch aus. Hier erfahren Sie, was bei der Inspektion eines E-Autos wirklich gemacht wird und worauf Sie bei der Rechnung achten sollten.

Was bei einer E-Auto-Inspektion gemacht wird

Der Umfang unterscheidet sich je nach Hersteller und Modell, typisch sind aber:

  • Hochvolt-System: Sichtprüfung von Batterie, Leitungen, Steckverbindungen und Isolierung
  • Bremsen: Zustand von Scheiben und Belägen, Funktion; Bremsflüssigkeit nach Intervall
  • Filter: Innenraum- bzw. Pollenfilter
  • Kühlsystem: Füllstände und Dichtheit, Wechsel des Kühlmittels für Batterie und Antrieb nach Intervall
  • Fahrwerk, Lenkung, Reifen
  • Licht, Scheibenwischer, Sicherheitssysteme
  • Diagnose und Software: Fehlerspeicher, ggf. Updates

Was entfällt gegenüber dem Verbrenner

  • Motoröl und Ölfilter
  • Zündkerzen
  • Kraftstofffilter
  • Luftfilter für den Motor
  • Zahnriemen bzw. Steuerkette
  • Kupplung und Auspuffanlage

Steht eine dieser Positionen auf der Rechnung eines reinen Elektroautos, sollten Sie nachfragen. Ausnahme: Plug-in-Hybride haben zusätzlich einen Verbrennungsmotor und damit auch dessen Wartung.

Typische Kostentreiber

  • Kühlmittelwechsel: Wird je nach Hersteller erst nach vielen Jahren fällig – prüfen Sie, ob er laut Plan an der Reihe ist.
  • Bremsenwechsel wegen Korrosion: Weil E-Autos viel über den Motor bremsen, rosten Scheiben eher, als dass sie verschleißen. Ein Tausch sollte mit Befund begründet sein.
  • Zusatzleistungen: Klimadesinfektion, Batterie-Zertifikate, Pflegepakete – oft sinnvoll, aber nicht Pflicht.
  • Hochvolt-Stundensatz für Arbeiten, die gar nicht am Hochvolt-System stattfinden.

Beispiele: Kia EV6, Niro EV & Co.

Bei Kia-Elektroautos wie EV6, EV3 oder Niro EV ist der Wartungsplan an die Herstellergarantie gekoppelt. Wichtig ist, dass alle Pflichtpunkte erledigt und dokumentiert werden – mehr dazu im Ratgeber Inspektion in der freien Werkstatt. Für BYD-Modelle gibt es einen eigenen Ratgeber: BYD-Inspektion.

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Ich prüfe Inspektions- und Reparaturrechnungen für Elektro- und Hybridautos von BYD, Kia, Opel und Ford – inklusive Hochvolt-Positionen. Mehr zur E-Auto-Prüfung.

Hinweis: Dieser Ratgeber gibt eine technische und allgemeine Orientierung aus Sicht eines Kfz-Meisters und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Häufige Fragen

Wie oft muss ein E-Auto zur Inspektion?
Das legt der Hersteller fest. Viele Elektroautos haben jährliche Intervalle oder Intervalle nach Laufleistung; maßgeblich ist der Wartungsplan Ihres Modells.
Ist die Inspektion beim E-Auto günstiger als beim Verbrenner?
In der Regel ja, weil Öl, Filter, Zündkerzen und viele Verschleißteile wegfallen. Teurer können einzelne Positionen wie der Wechsel des Batterie-Kühlmittels sein.
Kann eine freie Werkstatt mein E-Auto warten?
Ja, wenn sie für Arbeiten an Hochvoltsystemen qualifiziert ist und nach Herstellervorgaben arbeitet.

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